Verbundpartner

Hochschule Biberach - Institut für Gebäude- und Energiesysteme (HBC-IGE)

Am Institut für Gebäude- und Energiesysteme (IGE) der Hochschule Biberach (HBC) wird seit nahezu 20 Jahren zu Systemen mit oberflächennaher geothermischer Heizung und Kühlung geforscht. Bereits 2001 wurde ein spezielles Versuchsgebäude der Hochschule, das Technikum Gebäudeklimatik, in Betrieb genommen, das über ein Testfeld für oberflächennahe Geothermie und Wärmepumpen verfügt. Die Ergebnisse der FuE-Vorhaben finden sich insbesondere in Fachbüchern sowie Auslegungsmethoden und -programmen wieder (Verbreitung: mehrere hundert Nutzer), fließen z. T. in die Richtlinie VDI 4640 ein und werden in Planerschulungen verbreitet. Prof. Dr.-Ing. R. Koenigsdorff ist Mitglied im VDI-Richtlinienausschuss VDI 4640, im Landesforschungszentrum Geothermie (LFZG) Baden-Württemberg und im Baden-Württemberg Center of Applied Research (BW-CAR).

Im Verbundvorhaben bearbeitet die HBC-IGE die Thematik der multifunktionalen Modellierung zur Dimensionierung und Charakterisierung oberflächennaher Geothermiesysteme und ist somit schwerpunktmäßig in den Teilprojekten 1.1 In-situ-Anlagen-TRT, 1.2 Entwicklung eines Verfahrens und Messgerätes zur Charakterisierung von Grabenkollektoren, 4.1 Erweiterung der konsistenten Modellbildung, 4.2 Erweiterung der Funktionalität der Modellbibliothek und 4.3 Anpassung der Auslegungsmodelle an reale Lastprofile und unterschiedliche Betriebsweisen beteiligt.

Projektmitarbeiter:

Prof. Dr.-Ing. Roland Koenigsdorff ist Vorsitzender des VDI-Richtlinienausschusses VDI 4640 "Thermische Nutzung des Untergrunds" sowie Mitglied im Landesforschungszentrum Geothermie (LFZG) Baden-Württemberg und im Baden-Württemberg Center of Applied Research (BW-CAR), dem Netzwerk für forschungsstarke Professorinnen und Professoren an den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) in diesem Bundesland. Eines seiner Hauptarbeitsgebiete sind Systeme zur Gewinnung und Nutzung geothermischer Energie, insbesondere sogenannte LowEx-Gebäude und LowEx-Energiesysteme (LowEx: Niedrigexergie) mit oberflächennaher geothermischer Heizung und Kühlung. F&E-Vorhaben hierzu werden unter seiner Leitung seit nahezu 20 Jahren am IGE durchgeführt.

M.Sc. Fabian Neth schloss im Jahr 2017 das Masterstudium im Bereich Gebäude- und Energiesysteme an der Hochschule Biberach ab und arbeitete anschließend zwei Jahre als Leiter der Entwicklung und des Produktmanagements bei einem mittelständischen Unternehmen im Bereich der Wärmespeicherung und Warmwasserbereitung. Seit Ende 2019 ist er wieder an der Hochschule Biberach und beschäftigte sich bisher schwerpunktmäßig mit dem Transfer von Software zur Dimensionierung von energetischen Anlagen und Komponenten. Im Projekt QEWSplus betreut Herr Neth das Teilprojekt 1.1.

M.Sc. Adinda Van de Ven hat 2014 das Masterstudium Gebäudeklimatik an der Hochschule Biberach erfolgreich abgeschlossen. Nach 1,5-jähriger Industrieerfahrung als Kälteingenieurin kehrte sie zurück an die Hochschule Biberach um sich dort dem Forschungsschwerpunkt Geothermie und der dazugehörenden Modellbildung zu widmen. Im Vorgängerprojekt QEWS II (www.qews2.de, Link zu Schlussbericht ) bearbeitete sie das Teilprojekt 5 "Entwicklung und Implementierung konsistenter Auslegungsmodelle für oberflächennahe geothermische Anlagensysteme (GEOSYST+)".


Burkhardt GmbH

in Bearbeitung

Projektmitarbeiter:

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EIFER

Das EIFER deckt seine starke Interdisziplinarität prinzipiell ein großer Themenbereich ab und besitzt große Erfahrungen bei der Umsetzung anwendungsorientierter und technischer Fragestellungen und Lösungen. Zahlreiche laufende europäische und nationale Projekte beinhalten innovative Lösungen z. B. im Bereich Wasserstofftechnologien, Wärmenetze und Monitorlösungen sowie der Untersuchung von Sonderformen zur Nutzung der geothermischen Energie wie z. B. von Wärmerohren (Tiefe CO2-Erdwärmesonde, De-Ice Pipe) und Mega-Erdkorbspirallösungen (EMERGE) war ein Hauptaufgabenfeld die Erforschung und Entwicklung von Hinterfüllmaterialien für Erdwärmesonden. Ferner waren Fragestellungen der Qualitätssicherung von Erdwärmesonden zentrale Aufgabenfelder. Im Rahmen dieser Forschungsprojekte wurden Labor-, Technikums- und Feldversuche durchgeführt. In den errichteten Testfeldern wurden entsprechend der Zielsetzung der Forschungsprojekte umfangreiche Monitoringsysteme implementiert sowie geophysikalische Messmethoden angewendet. Darüber hinaus war die Ermittlung der thermischen Untergrundeigenschaften mittels TRT und ERGT eine zentrale Fragestellung.

Im Forschungsvorhaben QEWSplus werden seitens des EIFER die Teilprojekte 1.2 Entwicklung eines Verfahrens und Messgerätes zur Charakterisierung von Grabenkollektoren, 1.3 Analyse und Optimierung von Kurzzeit-Verfüll-Analyse-TRTs und weiteren innovativen Erdwärmesondenmessmethoden, TP 2: Weiterentwicklung des TRT-Prüfgerätes, 3.1 Filtrationsverhalten von EWS-Verfüllbaustoffen, 3.4 Analyse der Verfüllqualität von Erdwärmesonden in einem realen Untergrund und 3.5 Neues Verfüllmesskonzept für Erdwärmesonden zusammen mit den Projektpartnern bearbeitet.

Projektmitarbeiter:

Dr. Petra Huttenloch

M.Sc. Linda Schindler

Dr. Simon Schüppler

Dr. Roman Zorn


Fraunhofer - Institut für Solare Energiesysteme

Das 1981 gegründete Fraunhofer ISE setzt sich mit rund 1300 Mitarbeitenden für ein nachhaltiges, wirtschaftliches, sicheres und sozial gerechtes Energieversorgungssystem auf der Basis erneuerbarer Energien ein. Im Rahmen der Forschungsschwerpunkte Energieeffizienz, Energiegewinnung, Energieverteilung und Energiespeicherung schafft es technische Voraussetzungen für eine effiziente und umweltfreundliche Energieversorgung, sowohl in Industrie- als auch in Schwellen- und Entwicklungsländern.

Der Bereich Thermische Systeme und Gebäude (TSB) beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Entwicklung, Vermessung und Optimierung von elektrisch und thermisch angetriebenen Kälte- bzw. Wärmepumpenanlagen, sowohl in nationalen und internationalen F&E-Projekten als auch in direkter Zusammenarbeit mit Firmen.

Im Projekt bearbeitet das Fraunhofer ISE folgende Arbeitspakete:
Teilprojekt 1.1 In-situ-Anlagen-TRT, 1.2 Entwicklung eines Verfahrens und Messgerätes zur Charakterisierung von Grabenkollektoren, 1.3 Analyse und Optimierung von Kurzzeit-Verfüll-Analyse-TRTs und weiteren innovativen Erdwärmesondenmessmethoden, 2 Weiterentwicklung des TRT-Prüfgerätes, 3.2 Ermittlung der hydraulischen Durchlässigkeit von Systemproben, 3.3 Realitätsnahe Kombination von Untersuchungsaspekten von Filtrationseffekten und 3.4 Analyse der Verfüllqualität von Erdwärmesonden in einem realen Untergrund.

Projektmitarbeiter:

Dipl.-Ing. (FH) Björn Nienborg forscht seit über 10 Jahren zu energieeffizienten und erneuerbaren Heiz- und Kühlsystemen am Fraunhofer ISE und leitet das Projekt QEWSplus dort.


Hans G. Hauri KG Mineralstoffwerke

Die Hans G. Hauri KG Mineralstoffwerke sind ein inhabergeführtes Familienunternehmen, das sich dem Abbau und der Veredelung verschiedener Gesteine verschrieben hat. Seit 2008 werden hydraulische Sonderbindemittel auf Basis der natürlichen Puzzolane Phonolith für den Geothermie-Bereich hergestellt, um damit den optimalen Wärmeübergang an Erdwärmesonden zu gewährleisten. Bei der Entwicklung der ZEO-Therm-Produktreihe wurde und wird darauf geachtet, neben einer optimalen Verarbeitbarkeit des Produktes auch gute Gebrauchseigenschaften in der Geothermieanlage zu erreichen. Die Sicherung der Umweltverträglichkeit sowie die kontinuierliche Qualitätssicherung und -überwachung sind dabei selbstverständlich.

Im Labor werden neue Mischungen mit dem Ziel entwickelt, die Dauerhaftigkeit (z.B. Sulfatbeständigkeit) die Verarbeitbarkeit, aber auch die umweltfreundliche Produktion zu optimieren.

Im Verbundvorhaben stellen die Hans G. Hauri KG Mineralstoffwerke die Versuchsfläche der Bohrungen sowie einen Teil der Thermomörtel zur Bohrlochverfüllung und ist somit schwerpunktmäßig im Teilprojekt 3.4 Analyse der Verfüllqualität von Erdwärmesonden in einem realen Untergrund beteiligt.

Projektmitarbeiter:

Techn. Dipl.-Betriebswirt (FH) Frank Hauri besitzt als Geschäftsführer und Vertriebsleiter langjährige Erfahrung im Bereich der kaufmännischen Begleitung von Geothermie-Baustellen und den Anforderungen vor Ort.

B. Sc. Alexander Kugler ist seit 2016 bei der Firma Hauri als Vertriebsmitarbeiter in Innen- & Außendienst unter anderem für den Geothermie-Produktbereich tätig. Davor setzte er sich bereits an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg und am KIT in Karlsruhe mit der Geothermie auseinander.


H.S.W. GmbH

Seit Ende der 1990er Jahre hat sich die H.S.W. GmbH zunehmend mit Anwendungen der oberflächennahen Geothermie als Teil der angewandten Geologie auseinandergesetzt. Im Jahr 2002 wurde ein separater Fachbereich "Geothermie" aufgebaut, in die bereits zahlreichen Projekte und Forschungsvorhaben bearbeitet wurden. Das Leistungsspektrum des Fachbereiches "Geothermie" erstreckt sich heute über sämtliche Planungsphasen nach HOAI. Der Arbeitsbereich hat sich mittlerweile auf viele fachorientierte und genehmigungsrechtlich relevante Leistungen im Bereich der Geothermie spezialisiert. So wurden in Zusammenarbeit mit dem Büro IGF Rostock mehrere Messapparaturen entwickelt, welche zum Nachweis bemessungsrelevanter thermophysikalischer Untergrundparameter mittels Geothermal Response Test genutzt werden. Des Weiteren können besondere Leistungen wie z.B. die Erstellung von 3D-Untergrundmodellen und die Durchführung von thermohydrodynamischen Simulationen erbracht werden.

Im Verbundvorhaben bearbeitet die H.S.W. GmbH schwerpunktmäßig das Teilprojekt 1.3 Analyse und Optimierung von Kurzzeit-Verfüll-Analyse-TRTs und weiteren innovativen Erdwärmesondenmessmethoden, 2 Weiterentwicklung des TRT-Prüfgerätes und 4.1 Erweiterung der konsistenten Modellbildung.

Projektmitarbeiter:

Dipl.-Ing. Jens-Uwe Kühl besitzt als Geschäftsführer der H.S.W. GmbH langjährige Erfahrung im Bereich der Oberflächennahen Geothermie, weshalb er von der IHK zu Rostock öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger im Sachgebiet Oberflächennahe Geothermie ist sowie beratender Ingenieur der Ingenieurkammer M-V. Zudem ist er geprüfter Gebäudeenergieberater (HWK). Er ist Mitglied im Fachausschuss Oberflächennahe Geothermie des Bundesverbandes Geothermie und Vorstandsmitglied im Landesverband Erneuerbare Energien M-V.


Karlsruhe Institut für Technologie - Institut für Angewandte Geowissenschaften

Das Institut für Angewandte Geowissenschaften (AGW) - Ingenieurgeologie des KIT ist seit 2001 in verschiedenen Forschungsprojekten im Bereich der oberflächennahen Geothermie und der urbanen Wärmeinseln tätig. Hierbei wurden in mehr als 20 Forschungsprojekte Grundlagenforschung sowie angewandte Fragestellungen realisiert und in wissenschaftlichen Abhandlungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Darüber hinaus finden die Ergebnisse der Untersuchungen Einzug in die Richtlinie VDI 4640 sowie die Leitlinie LQS EWS des Landes Baden-Württemberg. Das AGW und EIFER betreiben gemeinsam das geothermische Labor in dem spezielle Versuchsanlagen im Labor-, Technikum- und Feldmaßstab entwickelt werden um gezielte Fragestellungen im Bereich der Geothermie beantworten zu können.

Im Forschungsvorhaben QEWSplus werden seitens des AGW die Teilprojekte 1.2 Entwicklung eines Verfahrens und Messgerätes zur Charakterisierung von Grabenkollektoren, 1.3 Analyse und Optimierung von Kurzzeit-Verfüll-Analyse-TRTs und weiteren innovativen Erdwärmesondenmessmethoden, 3.1 Filtrationsverhalten von EWS-Verfüllbaustoffen, 3.2 Ermittlung der hydraulischen Durchlässigkeit von Systemproben, 3.3 Realitätsnahe Kombination von Untersuchungsaspekten von Filtrationseffekten, 3.4 Analyse der Verfüllqualität von Erdwärmesonden in einem realen Untergrund und 3.5 Neues Verfüllmesskonzept für Erdwärmesonden zusammen mit den Projektpartnern bearbeitet.

Projektmitarbeiter:

M.Sc. Anna Albers schloss im Jahr 2018 das Masterstudium der Angewandten Geowissenschaften an der RWTH Aachen mit den Schwerpunkten Geophysik, Hydrogeologie und Ingenieurgeologie ab. Seit 2021 beschäftigt sie sich als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gruppe Ingenieurgeologie des KIT mit dem Wärmetransport im System Erdwärmesonde und dabei der Bestimmung der Wärmeleitfähigkeit.

Prof. Dr. Philipp Blum

M.Sc. Helena Fuchs schloss 2016 ihr Studium der Angewandten Geowissenschaften am Karlsruher Institut für Technologie ab und arbeitet seitdem als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Angewandte Geowissenschaften. Im Projekt QEWS 2 arbeitete sie im Teilprojekt 3.2 an einer Machbarkeitsstudie für den Einsatz von Ultraschallsonden zur Überprüfung der Systemdichtigkeit von Erdwärmesonden. Im Projekt QEWSplus führt sie diese Arbeit im Teilprojekt 1.3 fort und ist an der Entwicklung einer thermischen Bohrlochsonde beteiligt.

Prof. Dr. Frank Schilling

Dr. Hagen Steger ist seit über 20 Jahren wissenschaftlicher Angestellter sowie Laborleiter am AGW Ingenieurgeologie. Zu Beginn seiner wissenschaftlichen Tätigkeit bearbeitete er Projekte im Bereich der elektrokinetischen Bodensanierung. Seit ca. 20 Jahren ist sein Fokus auf oberflächennahe Geothermieprojekte ausgerichtet. Hierbei hilft seine zusätzliche Ausbildung zum Elektroinstallateur bei der Durchführung von ERGTs, sowie bei der Entwicklung von Versuchsaufbauten und Monitoringsystemen. Darüber hinaus ist er Mitglied im VDI-Richtlinienausschuss VDI 4640 Blatt 6.


Solites

Solites arbeitet auf allen Gebieten der solaren und zukunftsfähigen thermischen Energiesysteme, die deutlich zur CO2-Emissionsreduktion beitragen. Als Forschungsinstitut im Steinbeis-Verbund liegt der Schwerpunkt der Arbeiten auf innovativen und neuen Technologien, für die noch kein Stand der Technik existiert oder wo dieser an neue Problemstellungen angepasst werden muss.

Das Leistungsspektrum von Solites umfasst die Grundlagen- und angewandte Forschung, Projektentwicklung, technische Konzeptentwicklung, Systemsimulation, -auslegung und -optimierung komplexer thermischer Systeme, Planungs-, Ausschreibungs-, Vergabe- und Baubegleitung, Inbetriebnahme, Betriebsoptimierung, Messdatenauswertung und Evaluierung sowie Begleitung und Beratung zur politischen Umsetzung und zur Marktentwicklung.

Im Verbundvorhaben bearbeitet Solites schwerpunktmäßig das Teilprojekt drei, welches sich mit ungeklärten Fragestellungen rund um die Verfüllqualität beschäftigt. Mit einer genaueren Beschreibung der Vorgänge, welche beim Abteufen und Verfüllen von Erdsondenbohrungen geschehen, soll das Vertrauen in die Technologie gestärkt und so ein Beitrag zur Realisierung der Wärmewende geleistet werden.

Projektmitarbeiter:

Dipl.-Ing. Tim Lutz schloss 2018 das Studium Geotechnik und Bergbau mit der Fachrichtung Bohrtechnik und Fluidbergbau an der TU Bergakademie Freiberg ab. Bereits in seiner Diplomarbeit beschäftigte er sich mit den Filtrationseffekten von Hinterfüllbaustoff beim Verfüllen von Erdwärmesonden und bearbeitet seit dem in den Projekten QEWS II und QEWS+ das Themengebiet der Qualitätssicherung bei der Verfüllung von Erdwärmesonden. Außerdem ist er in die Simulation von thermischen Großspeichern und Studien zur Umstellung der Wärmeversorgung auf erneuerbare Quellen eingebunden.

M.Sc. Yannick Reduth beendete 2019 sein Studium der Angewandten Geowissenschaften am KIT mit den Schwerpunkten Geothermie und Strukturgeologie. In den Projekten EWS-tech II und QEWS II konnte er schon während des Studiums Erfahrungen mit der Qualitätssicherung bei der Verfüllung von Erdwärmesonden sammeln. Thematisch führt er dieses Thema im Projekt QEWS+ fort und beschäftigt sich zudem mit FEM-Simulationen des Wärmeentzugs und des Wärmeeintrages in den oberflächennahen Untergrund


ZAE Bayern

Das 1991 gegründete ZAE Bayern arbeitet an der Schnittstelle zwischen erkenntnisbasierter Grundlagenforschung und angewandter Industrieforschung. Unter dem Leitbild "Exzellente Energieforschung - Exzellente Umsetzung" realisiert es komplette Innovationspakete, die auf Synergien zwischen Erzeugung, Speicherung und Effizienzmaßnahmen bauen. Seit über 25 Jahren führt das ZAE Bayern F&E-Projekte im Bereich der Oberflächennahen Geothermie insbesondere mit Erdwärmesonden für erdgekoppelte Wärmepumpen oder saisonalen Wärmespeichern durch. So wurde vom ZAE Bayern ein Hybridspeicher aus Erdwärmesonden und Erdbeckenspeicher realisiert. Das Messverfahren des Thermal-Response-Tests wird seit 2001 als Messdienstleistung vom ZAE Bayern angeboten. Mit dem Großversuchsstand kann am ZAE Bayern seit über 10 Jahren die hydraulische Durchlässigkeit der Erdwärmesondensystemprobe unter Frost-Tau-Wechsel-Beaufschlagung untersucht werden. Der IEA ECES Annex 21 "Thermal Response Test" ( https://iea-eces.org/wp-content/uploads/public/IEA_ECES_ANNEX_21_FINAL_REPORT.pdf) sowie der IEA ECES Annex 27 "Quality Management in Design, Construction and Operation of Borehole Systems" ( https://iea-eces.org/wp-content/uploads/public/IEA-ECES-ANNEX-27-Final-Report-20201118.pdf) wurden vom ZAE Bayern geleitet.

Im Verbundvorhaben bearbeitet das ZAE Bayern schwerpunktmäßig das Teilprojekt 1.1 In-situ-Anlagen-TRT, 1.2 Entwicklung eines Verfahrens und Messgerätes zur Charakterisierung von Grabenkollektoren, 1.3 Analyse und Optimierung von Kurzzeit-Verfüll-Analyse-TRTs und weiteren innovativen Erdwärmesondenmessmethoden, 2 Weiterentwicklung des TRT-Prüfgerätes, 3.2 Ermittlung der hydraulischen Durchlässigkeit von Systemproben, 3.3 Realitätsnahe Kombination von Untersuchungsaspekten von Filtrationseffekten und 3.4 Analyse der Verfüllqualität von Erdwärmesonden in einem realen Untergrund.

Projektmitarbeiter:

Dipl.-Ing. Hanne Karrer ist stellvertretende Gruppenleiterin der Solarenergie und Geothermie Gruppe am ZAE Bayern und Secretary des Energy Storage Technology Collaboration Programme der Internationalen Energie Agentur (IEA ES TCP). Sie schloss 2014 erfolgreich ihr Diplomstudium Maschinenwesen an der TU München ab und ist seit dem am ZAE Bayern tätig. Das Vorgängervorhaben QEWS II (www.qews2.de, https://www.tib.eu/de/suchen/id/TIBKAT:1749194961/Qualit%C3%A4tssicherung-bei-Erdw%C3%A4rmesonden-II-mit-Beteiligung?cHash=af2726c562cb2479acea30dd9730f5b5) leitete sie als Verbundkoordinatorin und bearbeitete dort das Teilprojekt 1 "Verfahren zur überprüfung der Messeinrichtungen für Thermal-Response-Tests". Im Projekt QEWSplus betreut Frau Karrer das Teilprojekt 2 "Weiterentwicklung des TRT-Prüfgerätes".

Dipl. Ing (FH) Michael Kainzlsperger schloss im Jahr 2005 sein Studium der Feinwerk- und Mikrotechnik an der Hochschule München ab und arbeitet seit 2006 als wiss. Mitarbeiter am ZAE-Bayern. Zuletzt in der Gruppe Wärmespeichersysteme als Leiter des Teilprojekts ZAE-ST HT-TES. Seit Anfang 2021 arbeitet er in der Gruppe Solarenergie und Geothermie. Im Projekt QEWSplus betreut Herr Kainzlsperger das Teilprojekt 1.2.

B.Sc. Micha Pinnekamp schloss 2019 sein Bachelorstudium Ingenieurwissenschaften an der TU München mit seiner Bachelorarbeit am ZAE Bayern ab. Hierbei befasste er sich im Rahmen des Vorgängerprojektes QEWS II im Teilprojekt 2 neben der Mitarbeit an Laborarbeiten und der Messdatenauswertung mit der Untersuchung der genauen Ursachen und Zusammenhänge von Randumläufigkeiten am Sondenrohr in EWS-Systemen. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Gruppe Systementwicklung und betraut mit der Leitung des Teilprojekts 3.2 sowie dem gemeinsamen Teilprojekt 3.3 von Solites und dem ZAE Bayern.

Dr. rer. nat. Jens M. Kuckelkorn ist Gruppenleiter der Gruppe Systementwicklung am ZAE Bayern. Seine breite Themenexpertise als promovierter Geologe reicht von Tiefengeothermie, Oberflächennaher Geothermie, bis hin zu Energieversorgungssystemen und Gebäuden. Nach seinem Studium an der LMU München war er ab 1991 in der Hydrogeologie tätig, seit 1995 befasst er sich mit Erdwärmesonden. Mit seiner 18-jährigen Tätigkeit am ZAE Bayern und seiner Arbeit in den Forschungsprojekten QEWS, QEWS II und QEWSplus ist er ein Experte in diesem Feld, insbesondere zur Abdichtung von Erdwärmesonden. Diese langjährige Erfahrung bringt er unter anderem in den Ausschuss der VDI 4640, Blatt 6 ein. In QEWSplus ist er in TP 3.2 und TP 3.3 involviert.

B.Sc. Lukas Pendzich ist seit über 12 Jahren am ZAE Bayern, nachdem er dort seine Bachelorarbeit im Rahmen des Forschungsvorhabens QEWS schrieb. Der studierte Geologe an der LMU München ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Gruppe Systementwicklung und war in QEWS und QEWS II maßgeblich bei der Entwicklung und Planung, der Probenherstellung, dem Versuchsaufbau, der Versuchsdurchführung und -auswertung beteiligt. Seine Unterstützung in TP 3.2 und TP 3.3 von QEWSplus wird vor allem in der Labortätigkeit durch seine große Erfahrung bereichert.

M.Eng. Andreas Bayer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gruppe Systementwicklung und Doktorand / wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Gruppe Thermische Energiespeicher am ZAE Bayern. Er absolvierte ein Masterstudium der Gebäudetechnik an der FH München und ist seit 10 Jahren am ZAE Bayern. Seit 2014 ist er Partner der Bayer + Bayer Ingenieure Partnerschaft. In QEWSplus wird er in Teilprojekte 3.2 und 3.3 mitarbeiten.

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